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Was ist der Unterschied zwischen UI und UX?

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Coverfoto zum Unterschied zwischen UI und UXCoverfoto zum Unterschied zwischen UI und UX

Im digitalen Design bezieht sich die Benutzeroberfläche (UI) auf die Interaktivität, das Erscheinungsbild und die Benutzerfreundlichkeit eines Produktbildschirms oder einer Webseite, während die Benutzererfahrung (UX) die Gesamterfahrung eines Nutzers mit dem Produkt oder der Website umfasst. Lies weiter, um herauszufinden, was nötig ist, um ein ansprechendes UI-Design zu entwerfen und ein einprägsames UX-Design zu schaffen.

UI- versus UX-Design

Manchmal werden die beiden verwechselt, aber UI ist eigentlich ein spezieller Teilbereich der UX. Laut Hugo Raymond, Designer Advocate bei Figma, legt eine ansprechende UI den Grundstein für eine positive Gesamtnutzererfahrung mit einem digitalen Produkt oder einer Website. „Effektives Benutzeroberflächendesign vereint Benutzerfreundlichkeit und interaktives Design, um eine emotionale Verbindung zwischen Nutzern und Produkten herzustellen“, erklärt er.

4 wesentliche Überlegungen zum UI-Design

Um eine ansprechende Benutzeroberfläche zu gestalten, berücksichtigen UI-Designer*innen diese vier Schlüsselelemente:

  1. Seitenlayout. Idealerweise sollte die Anordnung einer Webseite oder eines mobilen App-Bildschirms für Nutzer*innen intuitiv wirken. Um jedoch auf diese Weise zu organisieren, müssen UI-Designer*innen Dutzende wohlüberlegter Entscheidungen treffen – von der Position der Kopfzeile bis zur Menge an Leerraum.
  2. Farbschema und Schriftauswahl. UI-Designer*innen wählen die Farben und Schriftarten auf einer digitalen Benutzeroberfläche sorgfältig aus, um Konsistenz, Barrierefreiheit und Ausrichtung an der Marke sicherzustellen.
  3. Interaktive Elemente. Von Schaltflächendesign bis zu Dropdown-Menüs gestalten UI-Designer*innen digitale Produktbildschirme so, dass Benutzer sich intuitiv bewegen.
  4. Wireframe- und Prototyptreue. UX-Designer*innen erstellen oft grundlegende Wireframes und Prototypen. UI-Designer*innen können dabei helfen, sie in hochpräzise, funktionale und interaktive Produkt-Mockups umzuwandeln

In 5 Schritten zum UX-Design

UX-Design umfasst mehr, als man auf einer Benutzeroberfläche auf den ersten Blick sieht. Der UX-Designprozess beinhaltet Marktforschung, die Entwicklung von Wireframes, das Testen von Prototypen und die funktionsübergreifende Zusammenarbeit.

Fünf Schritte sind wesentlich für ein erfolgreiches UX-Design:

1. Verbraucher- und Wettbewerbsforschung

Um eine positive Benutzererfahrung zu gewährleisten, müssen UX-Designer*innen ihre Zielgruppe verstehen. Durch UX-Forschung entdecken sie, was ihre Nutzer*innen mögen, welche Probleme und Schmerzpunkte sie haben und wie sie sich online oder bei der Nutzung einer App oder Software verhalten. Sie können auch eine Wettbewerbsanalyse mit einer SWOT-Analyse-Vorlage durchführen, um ihre Produktnische zu definieren.

UX-Designer*innen konsolidieren die Ergebnisse der Nutzerforschung häufig in Käufer- oder Benutzerpersonas, die detaillierte Beschreibungen von Zielgruppentypen sind. Profi-Tipp: Mit der FigJam-Benutzerpersona-Vorlage ist es einfach, Personas zu erstellen und mit Teams zu teilen.

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2. Informationsarchitektur

Sobald UX-Designer*innen die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Nutzer*innen verstehen, können sie eine Informationsarchitektur (IA) für ihr Produkt oder ihre Website erstellen. Designer*innen nutzen IA als visuelle Blaupause, um wesentliche Navigationselemente, die Inhaltsstruktur, Funktionen und Interaktionen zu skizzieren.

Ein wichtiges IA-Tool ist eine Flussdiagrammvorlage, die Designer*innen verwenden, um wichtige Nutzerflüsse und Entscheidungspunkte zu skizzieren. IA-Flussdiagramme helfen Teams, auf einen Blick zu verstehen, wie das Produkt funktionieren soll – und wo es Lücken gibt, die möglicherweise zusätzliche Funktionen oder Aktualisierungen erfordern.

3. Wireframes und Prototypen

Sobald die Informationsarchitektur skizziert ist, können UX-Designer*innen beginnen, Ideen in greifbare Modelle wie Wireframes und Prototypen umzuwandeln. Teams verwenden diese Proofs of Concept, um Ideen zu testen, Anforderungen zu definieren und Prioritäten für Funktionen festzulegen. Die Online-Prototypen von Figma erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Designer*innen, Entwickler*innen und Produktverantwortlichen und bringen alle zusammen, um ein reaktionsfähigeres, zugänglicheres, benutzerfreundlicheres und ansprechenderes Endprodukt zu schaffen.

4. Tests und Fehlerbehebung

Die von der Figma-Community professioneller Designer erstellten Produkt-Mockup-Tools helfen UX-Designer*innen, Entwickler*innen und Produktverantwortlichen dabei, zu verstehen, wie Funktionen in der Praxis umgesetzt werden. Wenn Tests Probleme wie verwirrende Navigation, Menüs oder Formulare aufdecken, kann das Team diese vor dem Start anpassen.

5. Laufende Aktualisierungen

Auch nachdem ein digitales Produkt auf den Markt gekommen ist, ist die Arbeit der UX-Designer*innen nie wirklich abgeschlossen. Mit neuem Nutzerfeedback und Backend-Analysen können sie Updates und Verbesserungen entwerfen. Beispielsweise können Analysen aufzeigen, dass ein E-Commerce-Checkout-Prozess zu lang ist und zu einer hohen Warenkorbabbruchrate führt. Um dieses Problem zu lösen, können UX-Designer*innen einige Checkout-Schritte vereinfachen.

Braucht man wirklich eine*n UI-Designer*in, um eine UI zu erstellen?

Start-ups entwickeln ein minimal funktionsfähiges Produkt manchmal auch ohne dedizierte UI-Designer*innen – aber das kann Nachteile haben. „Grafikdesigner sind häufig für die Markenausrichtung zuständig und unterstützen bei der Bereitstellung von Markenrichtlinien zur Erstellung der UI“, sagt Hugo. „Doch sie konzentrieren sich traditionell auf statisches Druckdesign und müssen sich möglicherweise mit Barrierefreiheit und Responsive Design erst vertraut machen – Schlüsselkompetenzen, die UI-Designer*innen mitbringen.“

Wie man erfolgreiches UX-Design erkennt

Wie sieht UX-Erfolg aus? Laut Peter Morville, Autor von Information Architecture for the World Wide Web, lassen sich bei einer erfolgreichen UX diese sieben Fragen zur Benutzererfahrung mit „Ja“ beantworten:

  • Ist die Website oder das Produkt nützlich?
  • Ist es verwendbar?
  • Ist es wünschenswert?
  • Ist es auffindbar – das heißt, wird ein Benutzer wissen, wo er das Gesuchte finden kann?
  • Ist es zugänglich?
  • Ist es glaubwürdig?
  • Ist es wertvoll?

Wo überschneiden sich UX und UI?

Durchsuche Online-Stellenanzeigen, und du wirst feststellen, dass UX/UI-Designer*innen gesucht werden – digitale Designer*innen, die beide Rollen erfüllen können. Das mag etwas anspruchsvoller sein, aber es ist möglich, so Hugo.

„Man kann in einem Team arbeiten, in dem UI-Designer*innen und UX-Designer*innen als getrennte Disziplinen tätig sind“, sagt er. „Aber ein Produktdesigner oder eine UX-Designerin könnte UI-Aufgaben übernehmen und mit jemandem wie einem Business-Analysten zusammenarbeiten, um alle Szenarien zu verstehen, die abgedeckt werden müssen.“

Zwar wird UI im Allgemeinen als spezieller Teilbereich der UX-Arbeit betrachtet, aber es gibt drei wesentliche Überschneidungsbereiche:

  1. Benutzerzentrierte Design-Expertise. Beide Disziplinen verlangen von Designer*innen, Empathie für die Endnutzer*innen zu entwickeln und zu berücksichtigen, wie Nutzer*innen ein Produkt oder eine Website verwenden möchten.
  2. Funktionsübergreifende Teams. Designer*innen, die an UI- und UX-Design arbeiten, müssen eng mit Grafikdesigner*innen und Entwickler*innen zusammenarbeiten, um Produkte und Websites ansprechend, zugänglich und benutzerfreundlich zu gestalten.
  3. Designtools. UX- und UI-Designer verwenden häufig die gleichen Tools, z. B. die Designsystem-Software, das Prototyping-Tool, UI-Designtool oder UX-Designtool von Figma.

UI- und UX-Design mit Figma optimieren

Ganz gleich, vor welchen Herausforderungen du als digitaler Designer stehst, mit Figma hast du die Werkzeuge, die du benötigst, um deine UI- und UX-Designs flexibel zu gestalten und zu verbessern. Du kannst die vorgefertigten Vorlagen von Figma mit einfachen Drag-and-Drop-Funktionen verwenden, um Flussdiagramme, Wireframes, Prototypen und mehr zu erstellen.

Deine gesamte Arbeit in Figma wird automatisch online gespeichert, sodass du von überall, wo du Internetzugang hast, darauf zugreifen kannst. Mit den Kollaborationstools von Figma wird die Teamarbeit zum Kinderspiel, sodass dein Team Fortschritte teilen, Änderungen vornehmen und die Arbeit ohne Probleme übergeben kann.

Bist du bereit, dein UI- und UX-Know-how anzuwenden?

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